Wie entsteht ein digitaler Zwilling?
1. Schritt – Data Collection:
Zuerst werden mit Sensoren alle produktionsrelevanten Echtzeitdaten erfasst: Temperatur, Materialfluss, Kühlwasser, Einstellungen von Maschinen. Diese Daten werden im MES (Manufacturing Execution System) gespeichert. Hier werden die Informationen laufend strukturiert, standardisiert und in unterschiedliche Kontexte gebracht.
Damit bietet das MES eine detaillierte Übersicht über den aktuellen Fertigungsprozess. Die Umsetzung ist eine Herausforderung: Tausende Datenpunkte müssen erfasst, ihre Qualität gesichert und Informationen aus unterschiedlichen Quellen sinnvoll zusammengeführt werden. Bislang wurde die Datenerfassung in Echtzeit in 50 Werken implementiert.
2. Schritt – Value Generation:
In der nächsten Phase werden die gesammelten Daten in der Cloud mithilfe von Data Science und KI-Modellen analysiert, um Simulationen durchzuführen und Prognosen zu erstellen.
3. Schritt – Real World Impact:
Das Ziel ist letztlich, auf Basis der Daten und Analysen einen Mehrwert in der Produktion zu schaffen – Stichwort Smart Factory. Das gelingt, indem die gewonnenen Erkenntnisse zurück in die Produktion fließen und dort automatisch die Prozesse optimieren, Störfälle vermeiden und die Effizienz steigern.
Prozessoptimierung durch Digitalisierung
Dieses Zusammenspiel aus Datenerfassung mittels IoT in der Produktion, Simulation und datengetriebener Produktion macht den digitalen Zwilling zu einem echten Gamechanger der Prozessoptimierung.