Starke Frauen in der Produktion: Karriere bei wienerberger
Wer behauptet, die Industrie sei Männersache? Zum Weltfrauentag zeigt wienerberger, welche konkreten Karrierechancen die Industrie für Frauen bietet.
Wer behauptet, die Industrie sei Männersache? Zum Weltfrauentag zeigt wienerberger, welche konkreten Karrierechancen die Industrie für Frauen bietet.
Carolin Johansson und Josefine Karlsson sind zwei Beispiele für erfolgreiche Frauen in der Produktion. Als Produktionsleiterin und Teamleiterin in der Produktion bei Pipelife in Schweden, einer Lösungsmarke von wienerberger, tragen sie nicht nur zur Erreichung der Produktionsziele bei. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit besteht in der Unterstützung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Ihre Karrierewege stehen exemplarisch für eine Unternehmenskultur, die Talente erkennt, gezielt fördert und Entwicklung ermöglicht.
Wenn man mit Carolin Johansson und Josefine Karlsson über ihre Arbeit spricht, bekommt man direkt Lust, sich in ihrem Team zu bewerben.
Die beiden Schwedinnen sind als weibliche Führungskräfte bei der wienerberger Lösungsmarke Pipelife am Standort Ljung, Schweden tätig. Hier werden Kunststoff-Rohrsysteme für Wasser, Energie und Daten entwickelt und produziert. Das Werk beschäftigt 280 Mitarbeitende, betreibt 53 Fertigungslinien und produziert jährlich rund 36.000 Tonnen. Damit zählt es zu den größten Anlagen seiner Art im Land.
Carolin ist als Produktionsleiterin für 75 Mitarbeitende, Josefine als Teamleiterin in der Spritzgussabteilung für zwölf davon verantwortlich. Ihre Karrierewege machen sichtbar, wie Frauen bei wienerberger Führung übernehmen.
© Pipelife
Josefine Karlsson
© wienerberger
Josefine ist seit mehr als 20 Jahren beim Unternehmen tätig. Ihre Karriere war alles andere als geplant. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, besuchte sie eine landwirtschaftliche Schule.
"Nach der Schule wollte ich gleich arbeiten. Mein Vater las damals in der Zeitung, dass Pipelife in Ljung expandiert und eine Spritzgussabteilung eröffnet. Da ich gerne praktisch arbeite, habe ich mich als Maschinenbedienerin beworben", schildert sie.
Der Einstieg in die Produktion fiel ihr leicht. Das fehlende Know-how über Spritzgießen eignete sie sich im Betrieb an. Josefine bewährte sich und wurde schon nach wenigen Jahren befördert: Als Einrichterin von Formmaschinen war sie für die Überwachung der Spritzgussanlagen und -prozesse zuständig.
"Nach der Schule wollte ich gleich arbeiten. Mein Vater las damals in der Zeitung, dass Pipelife in Ljung expandiert und eine Spritzgussabteilung eröffnet. Da ich gerne praktisch arbeite, habe ich mich als Maschinenbedienerin beworben."
2023 übernahm sie dann die Führung der Spritzgussabteilung. "Bei Pipelife sind wir gut darin, Talente zu erkennen und weiterzuentwickeln. So war es auch bei mir. Mein Vorgesetzter hat mir die Position angeboten – und ich war bereit für mehr Verantwortung", schildert Josefine.
Neben Schulungen hat ihr vor allem die Unterstützung erfahrener Führungskräfte dabei geholfen, sich in ihrer neuen Leitungsfunktion zurechtzufinden. Ihr Führungsprinzip: „Zuhören und lernen.“ Das bedeutet, offen zu bleiben, Fragen zu stellen und sich ständig weiterzuentwickeln.
Heute arbeitet Josefine im Zwei-Wochen-Rhythmus in Früh- und Spätschichten. Zu ihren Aufgaben zählen die Sicherstellung der Erreichung der Produktionsziele, die Schichtplanung sowie die Planung und Koordination von Anlagenmodernisierung und Wartungsarbeiten.
Ihr typischer Arbeitstag beginnt mit einer Teambesprechung: Wer übernimmt welche Maschine? Was sind die Prioritäten? "Ich sorge dafür, dass die richtigen Personen entsprechend ihren Fähigkeiten am richtigen Ort eingesetzt werden." Um auf das tägliche Morgenmeeting vorbereitet zu sein, wertet sie die Produktionsdaten der letzten 24 Stunden aus.
Im Verlauf des Tages agiert Josefine als Schnittstelle zwischen Maschinenbedienenden, Instandhaltung und Führungsebene. Und sie stellt sicher, dass die Tagesziele erreicht werden. „Ich mag diese Rolle, weil ich die Arbeit mit Menschen mit dem Produktionsprozess verbinden kann“, erklärt die Teamleiterin.
Besonders schätzt Josefine den Gestaltungsspielraum: „Mit meiner Arbeit kann ich das Tagesergebnis beeinflussen. Und ich kann meine Mitarbeitenden in ihrer beruflichen Entwicklung und dabei unterstützen, sicher zu arbeiten."
„Mit meiner Arbeit kann ich das Tagesergebnis beeinflussen. Und ich kann meine Mitarbeitenden in ihrer beruflichen Entwicklung und dabei unterstützen, sicher zu arbeiten."
Ein Grund, weshalb sie auch der Automatisierung der Produktion sehr positiv gegenübersteht. "Automatisierte Prozesse übernehmen körperlich belastende und risikoreiche Tätigkeiten und machen das Arbeitsumfeld sicherer und besser."
© wienerberger
Carolin Johansson
© wienerberger
Mitarbeiterentwicklung ist auch für Carolin ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit als Produktionsleiterin. "Wir fördern die Kompetenzentwicklung sehr gezielt. Für jeden Mitarbeitenden erstellen wir einen individuellen Entwicklungsplan", sagt sie.
Dabei spielt nicht nur die fachliche Qualifikation eine Rolle. Genauso wichtig ist es herauszufinden, ob jemand Interesse an Technik, Planungs- oder Führungsaufgaben hat. „Es ist wichtig, offen mit der eigenen Führungskraft über Ziele zu sprechen – nur so kann sie unterstützen.“
Das kommt letztlich nicht nur den Mitarbeitenden zugute. In Zeiten von Fachkräftemangel ist der Aufbau von Know-how ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für das gesamte Unternehmen.
"Wir fördern die Kompetenzentwicklung sehr gezielt. Für jeden Mitarbeitenden erstellen wir einen individuellen Entwicklungsplan."
Carolin beschreibt ihre Rolle als Balanceakt zwischen strategischer Planung und unmittelbarer Problemlösung.
"Meine Tage sind sehr abwechslungsreich. Im Kern arbeite ich ständig daran, die Produktion so sicher und einfach wie möglich zu machen. Das kann bedeuten, Kompetenzen für die Zukunft sicherzustellen. Und im nächsten Moment stehe ich an der Produktionslinie und unterstütze dabei, eine Maschinenstörung zu beheben."
Rund die Hälfte ihrer Arbeitszeit verbringt sie bewusst in der Produktion.
Die fortschreitende Automatisierung der Produktion stellt neue Anforderungen an die Führung. Moderne Anlagen, Roboter und künstliche Intelligenz bringen nicht nur technische, sondern auch emotionale Herausforderungen mit sich.
"Manche Mitarbeitende finden Automatisierung spannend und lernen schnell, damit zu arbeiten. Andere benötigen mehr Unterstützung und Mut, Neues auszuprobieren. Teams so zusammenzustellen, dass sie voneinander lernen und sich gegenseitig stärken, ist ein zentraler Bestandteil meines Führungsverständnisses", bringt es Carolin auf den Punkt.
© wienerberger
Dieser starke Rückhalt im Team ist für Carolin ein wesentlicher Grund, warum sie so gerne bei wienerberger arbeitet. "Die Unternehmenswerte Vertrauen und Zusammenarbeit zählen auch zu meinen persönlichen Grundwerten. Es muss selbstverständlich sein, Fragen zu stellen, wenn man nicht mehr weiterweiß – und Unterstützung zu bekommen."
Eine Erfahrung, die sie selbst auch gemacht hat, als sie 2022 nach mehr als 20 Jahren Berufserfahrung – als erste Frau in dieser Rolle – die Produktionsleitung im schwedischen Ljung übernahm.
"Die Maschinenprozesse waren für mich völlig neu. Der lokale und auch der zentrale technische Support waren immer für mich da und haben alle meine Fragen beantwortet, was unglaublich lehrreich war", erinnert sie sich.
© wienerberger
Female Empowerment
Vertrauensvolle Zusammenarbeit entsteht aber nicht automatisch. Sie entwickelt sich, wenn unterschiedliche Kompetenzen anerkannt werden, Fragen erlaubt sind und Fehler als Teil des Lernprozesses gelten. „Niemand ist perfekt, und alle im Team sind wichtig – unabhängig vom Geschlecht. Es ist die Vielfalt, die uns stark macht“, betont Carolin.
„Niemand ist perfekt, und alle im Team sind wichtig – unabhängig vom Geschlecht. Es ist die Vielfalt, die uns stark macht.“
Für sie und Josefine sind das keine leeren Schlagworte, sondern gelebter Arbeitsalltag in einer Branche, die als männlich dominiert gilt. "Fachwissen, Entscheidungsstärke und Persönlichkeit hängen nicht vom Geschlecht ab", unterstreicht Josefine.
© wienerberger
Die erfolgreichen Frauen möchten damit andere Frauen und Mädchen ermutigen: „Frauen dürfen sich nicht selbst einschränken, sondern sollen sich trauen. Die größte Barriere ist die im eigenen Kopf“, so Carolin.
Konkret heißt das: Ambitionen aussprechen, Verantwortung annehmen und aktiv das Gespräch mit der Führungskraft über Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten suchen.
Für Carolin und Josefine ist die Produktion keine „Männersache“. Sie bietet ein Arbeitsumfeld, in dem sich technisches Interesse, Teamarbeit, Verantwortung und Gestaltungswille verbinden lassen – unabhängig vom Geschlecht.
Für wienerberger sind engagierte Frauen in der Produktion eine echte Bereicherung. Deshalb fördern wir ein Umfeld, in dem jeder Mensch sein Potenzial entfalten kann.
Weitere Beispiele erfolgreicher Frauen bei wienerberger finden Sie in diesem Blogbeitrag. Wir wünschen uns mehr davon!